Über mich – Mein Weg zur Psychotherapie

Wenn ich zurückblicke, begann mein Weg zur Psychotherapie eigentlich schon während meiner Schulzeit. Damals hätte ich allerdings noch nicht sagen können, was mich an diesem Beruf später einmal so faszinieren würde. Ich besuchte an der Julius-Wegeler-Schule den Leistungskurs Psychologie und fand vor allem die Frage spannend, warum Menschen sich so verhalten, wie sie es tun – und was ihnen helfen kann, etwas zu verändern.

Für das Psychologiestudium führte mich mein Weg zunächst nach Nijmegen in die Niederlande. Im Studium und später im klinisch-psychologischen Master lernte ich, psychische Probleme wissenschaftlich zu verstehen und mich mit unterschiedlichen Erklärungsmodellen auseinanderzusetzen. Gleichzeitig war mir immer klar, dass ich nicht nur über Psychotherapie lernen, sondern selbst mit Menschen arbeiten wollte.

Während meiner Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten in Trier hat sich mein Verständnis davon, was gute Psychotherapie ausmacht, weiterentwickelt. Das Ausbildungsinstitut bietet den Schwerpunkt Verhaltenstherapie an, grundsätzlich orientiert es sich aber an den Allgemeinen Wirkfaktoren nach Klaus Grawe. Dadurch wurde mir neben einem fundierten Forschungsstand auch ein Blick über den Tellerrand hinaus ermöglicht. In dieser Zeit bekam ich Einblicke in verschiedene Psychotherapieverfahren und Techniken, die meine Arbeit bis heute geprägt haben.

Anfänglich geprägt hat mich dabei die Klärungsorientierte Psychotherapie. In meiner eigenen Selbsterfahrung habe ich erlebt, wie hilfreich es sein kann, wenn ein Therapeut beharrlich nachfragt und gemeinsam mit einem genauer hinschaut. Denn das, was einen Menschen beschäftigt, kann manchmal ein wichtiger Ansatzpunkt für die Bewältigung psychischer Probleme sein, manchmal aber auch in eine Richtung führen, die nicht weiterhilft.

Seit gut zwei Jahren beschäftige ich mich mit der ISTDP und der Affektphobie-Therapie. Durch die intensive Auseinandersetzung mit diesen Ansätzen sowie durch die Selbsterfahrung bei Angela Schmitt wurde mir zunehmend bewusst, welche Bedeutung ein übermäßig rationales Herangehen in der Therapie haben kann. Diese Erfahrungen haben meine therapeutische Arbeit bereichert und zugleich meine persönliche Entwicklung gefördert.

Was mich dabei bis heute begleitet, ist Neugier. Nicht als bloße Wissbegierde, sondern als eine Haltung, die hilft, genauer hinzuschauen – auch dort, wo etwas schwierig oder schmerzhaft wird. Ich glaube, dass man der menschlichen Psyche ein Leben lang mit dieser Neugier begegnen kann und dabei immer wieder etwas Neues entdeckt.

Heute verbinde ich die verhaltenstherapeutische Grundlage mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen aus verschiedenen psychotherapeutischen Ansätzen. Dabei orientiere ich mich an den allgemeinen Wirkfaktoren der Psychotherapie und daran, was der jeweilige Mensch braucht.

Mein beruflicher Weg

Abitur
Julius-Wegeler-Schule, Koblenz
Sekundarabschluss und Allgemeine Hochschulreife

Studium der Psychologie
Radboud Universiteit Nijmegen, Niederlande
Bachelor of Science und Master of Science, Schwerpunkt Klinische Psychologie

Praktikum
BDH-Klinik Vallendar

Praktische Tätigkeit im Rahmen der psychotherapeutischen Ausbildung

Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier
Akutpsychiatrie 

Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten
Universität Trier Fachkunde Verhaltenstherapie

Psychotherapeutische Tätigkeit im Rahmen der Ausbildung
Poliklinische Psychotherapieambulanz der Universität Trier

Psychotherapeutische Tätigkeit
MVZ des Katholischen Klinikums Koblenz-Montabaur
Psychotherapeutische Tätigkeit in Vollzeit

Fortbildung
Klärungsorientierte Psychotherapie

Lehrtätigkeit
Seit 2023 Dozent am Rhein-Eifel-Institut, Andernach

Eigene Praxis
Seit 2023 Psychotherapeut in eigener Praxis in Koblenz

Supervisor

Seit 2024 akkreditiert LPK RLP

Pornlos Studie

Teilnahme in der TAU-Gruppe